...aber schlecht verstehen?
Nach aktuellen Studien haben mehr als 16 Millionen Bundesbürger über 4 Jahre leichte bis schwere Hörverluste. Doch vielen ist das gar nicht bewusst. Sie hören an und für sich gut, haben jedoch Schwierigkeiten, gesprochene Worte zu verstehen.
Schwierigkeiten beim Verstehen
Unsere Sprache besteht aus eher tiefen Tönen, mitschwingenden Obertönen und sehr hohen Tönen. Die so genannte Sprachbanane zeigt in welchen Tonhöhen bzw. Frequenzen und bei welcher Lautstarke wir uns üblicher Weise unterhalten. Konsonanten wie s, sch, f, g, t, p, h und z liegen im obersten Bereich, in dem es früher oder später bei sehr vielen Menschen zu Beeinträchtigung des Hörvermögens kommt. Gerade bei Stimmengewirr oder Hintergrundgeräuschen fehlen Ihnen dann die hohen Konsonanten. Silben werden nicht gehört oder missverstanden. Aus "Tanne" wird "Tasse" oder "Tasche", aus "Keule" "Eule" oder "Beule". Unangenehme Situationen entstehen.
Ursachen für Schwerhörigkeit
Mit steigendem Alter sind Hörschwierigkeiten mehr als normal. Und da wir Bundesbürger immer älter werden, nimmt auch die Zahl Schwerhörender zu. Andererseits tragen laute Disco-Musik, Walkman und MP3-Player dazu bei, dass immer mehr junge Menschen Schwierigkeiten beim Verstehen haben.
Alltägliche Belastungen
Schwerhörigkeit kann zu erheblichen Belastungen in Beruf und Familie führen. Gespräche werden wahre Kraftanstrengungen, ein Abend im Restaurant, eine lebhafte Besprechung, eine Familienfeier zu schier unlösbaren kommunikativen Herausforderungen. Mimik, Gestik und Körpersprache des Gegenübers müssen die nicht verstandenen Ausssagen kompensieren helfen. Unser Gehirn erbringt dabei Höchstleistungen, die jedoch auf Dauer nicht ohne Folgen bleiben - Konzentrationsschwäche, Erschöpfung und Niedergeschlagenheit können auch auf Schwierigkeiten beim Hören hindeuten.
